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Batnight 2026 am Roten Haus in Dippelsdorf

Der gewässernahe Standort am Roten Haus mit vielen höhlenreichen Altbäumen ist ideal für die Beobachtung von Fledermäusen – Foto: Madlen Schimkat
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Der gewässernahe Standort am Roten Haus mit vielen höhlenreichen Altbäumen ist ideal für die Beobachtung von Fledermäusen – Foto: Madlen Schimkat

Am 28. August 2026 lud die Naturschutzstation „Rotes Haus“ interessierte Besucherinnen und Besucher zur diesjährigen „Batnight“ (Fledermausnacht) am Dippelsdorfer Teich ein. Rund 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung und begaben sich gemeinsam auf die Spur der nächtlichen Flugkünstler.

Die Veranstaltung startete um 20 Uhr mit einer kurzen Einführung zur Geschichte des Dippelsdorfer Teichs, der ab Herbst 2026 entschlammt wird und anschließend wieder zahlreichen wassergebundenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bietet.

Daraufhin begaben wir uns in die Welt der Fledermäuse. Dabei wurde insbesondere auf die Lebensweise und die Besonderheiten der Tiere, wie beispielsweise die Echoortung, eingegangen. Diese wurde bei der anschließenden Detektorbegehung genutzt, um die „Rufe“ der Fledermäuse sichtbar zu machen. Die sogenannten Batlogger nehmen die Ultraschallrufe auf, welche Fledermäuse zur Orientierung (Ortungsrufe), zur Jagd (Fangrufe) und zur Kommunikation (Sozialrufe) ausstoßen, und wandeln sie in für den Menschen hörbare Frequenzen um. Da die Ortungsrufe artspezifisch sind, können sie bei der anschließenden Analyse am Computer zur Bestimmung der jeweiligen Fledermausart herangezogen werden.

Mit diesen Spezialgeräten in der Hand startete die Führung am Roten Haus und führte am Ufer des Dippelsdorfer Teichs entlang bis zur Lungenenzianwiese – einem der letzten Standorte in Sachsen, an dem der vom Aussterben bedrohte Lungenenzian wächst – und wieder zurück. Auf dem Weg wurden mehrere Stopps eingelegt, um die zahlreichen umherfliegenden Fledermäuse zu beobachten und ihren Rufen zu lauschen.

Zum Zeitpunkt der Veranstaltung waren die Wetterbedingungen erfreulicherweise gut, obwohl der Tag von wechselhaftem Wetter geprägt war. Während der Batnight blieb es jedoch trocken, sodass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche Fledermäuse beobachten konnten. Besonders eindrucksvoll war es, die Tiere bei ihren Jagdflügen über dem Teich und entlang des Ufers zu verfolgen.

Im Rahmen der diesjährigen Batnight konnten nach ersten Auswertungen fünf Fledermausarten sicher nachgewiesen werden: die Wasserfledermaus, die Mückenfledermaus, der Große Abendsegler, die Zwergfledermaus und die Mopsfledermaus. Damit konnten sowohl typische Arten des Gewässers als auch im freien Luftraum jagende Fledermausarten beobachtet und erfasst werden. Hervorzuheben ist der Nachweis der Mopsfledermaus, die im Gegensatz zu den anderen, häufigen Arten, in Sachsen stark gefährdet ist.

Die Batnight bot wieder eine schöne Gelegenheit, wissenschaftliche Erfassung mit praktischer Naturbeobachtung zu verbinden und gleichzeitig für den Schutz der heimischen Fledermäuse zu sensibilisieren.

Wir freuen uns schon auf eine spannende Batnight 2027 und würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüßen zu dürfen.

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Beim Ableuchten des Teiches waren die Fledermäuse gut beim Durchflug durch den Lichtkegel zu beobachten. – Foto: Madlen Schimkat
Beim Ableuchten des Teiches waren die Fledermäuse gut beim Durchflug durch den Lichtkegel zu beobachten. – Foto: Madlen Schimkat
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Die Batlogger zeichneten während der Begehung alle Rufe der Fledermäuse auf. – Foto: Madlen Schimkat
Die Batlogger zeichneten während der Begehung alle Rufe der Fledermäuse auf. – Foto: Madlen Schimkat
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Ortungsruf einer Zwergfledermaus, eine der häufigsten Fledermausarten in unserer Region. – Foto: Madlen Schimkat
Ortungsruf einer Zwergfledermaus, eine der häufigsten Fledermausarten in unserer Region. – Foto: Madlen Schimkat



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