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Zugvogelbeobachtung am Dippelsdorfer Teich

Zu Beginn beobachteten wir bei Regen noch aus dem Schutz der Bäume. – Foto: Madlen Schimkat
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Zu Beginn beobachteten wir bei Regen noch aus dem Schutz der Bäume. – Foto: Madlen Schimkat

Am 03. September fand die alljährliche Zugvogelbeobachtung am Dippelsdorfer Teich an der Naturschutzstation „Rotes Haus“ gemeinsam mit 20 interessierten Teilnehmern statt. Die Veranstaltung, geführt von Dr. Jan Schimkat, Mitglied der Fachgruppe Ornithologie Radebeul und Madlen Schimkat von der Naturschutzstation Rotes Haus, startete bei Regen 17 Uhr am Roten Haus.

Wegen des starken Windes und den zwischenzeitlichen kleineren Regenschauern waren leider kaum Singvögel zu hören und zu beobachten. 

Auch der See schien auf den ersten Blick ziemlich vogelleer zu sein, doch am westlichen Ufer konnten wir nach und nach doch einige Wasservögel entdecken und durch das Spektiv (Fernrohr) beobachten.

Neben allgemein häufigen Arten, wie Stockente, Höckerschwan und Kormoran waren dort auch seltenere Watvögel, wie ein Grünschenkel sowie neun Bekassinen zu sehen.

Gut zu beobachten waren zudem die unterschiedlichen Reiherarten: der bei uns im Moritzburger Teichgebiet regelmäßig brütende Graureiher sowie sein großer weißer Verwandter, der Silberreiher. Zudem hatten wir das Glück gleich acht Seidenreiher zu beobachten. Diese ebenfalls rein weißen Reiher sind deutlich kleiner als der Silberreiher und von diesem gut durch den schwarzen Schnabel zu unterscheiden.

Auf dem Weg zum zweiten Beobachtungpunkt, von wo aus man in den westlichen Teil des Dippelsdorfer Teiches blicken kann, begeneten uns außer einem jagenden Turmfalken leider nicht viele Vögel. In den Weiden am Schilfrand hüpfte ein Zilpzalp und ein Eichelhäher sowie kleinere Starentrupps überflogen die Randbereiche des Teiches. Der Blick in den sehr wasserarmen Westteil des Teiches entschädigte aber wieder. Durch fehlendes Niederschlagswasser war der Wasserstand in diesem Jahr besonders niedrig, so dass ausgedehnte Schlammflächen entstanden. Diese sind geeignete Rastgebiete für zahlreiche Vogelarten. Heute waren aber vor allem Enten 

(Stockenten, Löffelenten, Schnatterenten, Krickenten) und Reiher am Teich. Ein Rohrweihe-Männchen flog über das Schilf. Das Highlight des Tages waren jedoch drei Schwarzstörche, die in den Schlammflächen rasteten und Nahrung suchten und durch die Fernrohre gut zu beobachten waren.

Nach und nach traten dann die Teilehmer den Rückweg an. Und auch wir beendeten nach einem letzten Blick über die Schlammflächen die Beobachtung.

Insgesamt konnten wir in 2 Stunden 23 Arten beobachten:

Jahresvögel, die den Winter über hier bleiben:

Aaskrähe

Eichelhäher

Graugänse (davon 1 Hybrid aus Graugans und Kanadagans)

Graureiher

Höckerschwan (zahlreich, auch mit großen Jungtieren)

Kormoran

Pfeifente

Ringeltaube

Silberreiher

Stockenten (ungezählt)

2 Teichrallen

1 Turmfalke

Zugvögel, die vor dem Winter Richtung Süden ziehen:

9 Bekassinen

1 Flussuferläufer

6 Grünschenkel

Krickenten (nicht gezählt)

Lachmöwen (nicht gezählt)

44 Löffelenten

1 Rohrweihe Männchen

3 Schwarzstörche

8 Seidenreiher

Stare (kleinen Trupps über dem Schilf)

Zilpzalp

Trotz des stürmischen Wetters war es eine schöne Exkursion mit besonderen Beobachtungen (Schwarzstorch, Seidenreiher). Wir bedanken uns bei Ihnen für die Teilnahme und freuen uns auf Sie beim nächsten Mal!

Madlen Schimkat

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Blick auf den Ostteil des Dippelsdorfer Teiches am ersten Beobachtungspunkt – Foto: Madlen Schimkat
Blick auf den Ostteil des Dippelsdorfer Teiches am ersten Beobachtungspunkt – Foto: Madlen Schimkat
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Hier konnte sehr gut der Unterschied zwischen dem großen Silberreiher (mit gelbem Schnabel) und dem kleineren Seidenreiher (mit schwarzem Schnabel) studiert werden. – Foto: Madlen Schimkat
Hier konnte sehr gut der Unterschied zwischen dem großen Silberreiher (mit gelbem Schnabel) und dem kleineren Seidenreiher (mit schwarzem Schnabel) studiert werden. – Foto: Madlen Schimkat
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Blick vom zweiten Beobachtungspunkt über die Schlammflächen des westlichen Dippelsdorfer Teiches – Foto: Madlen Schimkat
Blick vom zweiten Beobachtungspunkt über die Schlammflächen des westlichen Dippelsdorfer Teiches – Foto: Madlen Schimkat
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Direkt über unseren Köpfen jagte ein Turmfalke – Foto: Madlen Schimkat
Direkt über unseren Köpfen jagte ein Turmfalke – Foto: Madlen Schimkat
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Ein seltener Gast am Dippelsdorfer Teich: 3 Schwarzstörche (zwischen Graureihern) – Foto: Madlen Schimkat
Ein seltener Gast am Dippelsdorfer Teich: 3 Schwarzstörche (zwischen Graureihern) – Foto: Madlen Schimkat



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