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Die Welt der Pilze – Champi(gn)ons der Biodiversität

Zum Beginn des Pilzvortrags versammelten sich alle Pilzinteressierten im Naturschutzinstitut Dresden. – Foto: Uwe Stolzenburg
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Zum Beginn des Pilzvortrags versammelten sich alle Pilzinteressierten im Naturschutzinstitut Dresden. – Foto: Uwe Stolzenburg

Am Donnerstag, dem 08.09.2026 lud die Naturschutzstation „Rotes Haus“ erneut zu dem spannenden Pilzvortrag von Berit Wipijewski ein. Dieses Jahr fand die Veranstaltung in kleiner Runde im Naturschutzinstitut Dresden statt und bot einmal mehr einen Einblick in die vielfältige und faszinierende Welt des zweitgrößten Organismenreiches der Erde. Das Reich der Pilze umfasst eine riesige Artenvielfalt. Allein in Deutschland kommen insgesamt rund 14.000 Arten vor, während die Artenzahl weltweit auf mehrere Millionen geschätzt wird.

In dem Vortrag wurden die Zuhörenden auf eine etwa 1,5-stündige Reise durch diese umfangreiche Welt mitgenommen. Dabei wurden die Pilze und einige ihrer spannenden Vertreter genauer unter die Lupe genommen. Die Spannweite der vorgestellten Pilzarten war beeindruckend: Sie reichte von den Kleinsten, wie dem Zwerg-Haarbecherchen, dass gerade einmal 1–3 Millimeter groß wird, bis zu den Größten, wie dem Riesenporling, der bis zu 70 Kilogramm schwer werden kann. Auch von essbaren bis hin zu tödlich giftigen Pilzen, von symbiotischer bis zu parasitärer Lebensweise sowie einigen Kuriositäten war alles dabei.

Ein zentraler Schwerpunkt des Vortrags lag auf der sicheren Bestimmung und dem verantwortungsvollen Sammeln von Pilzen, denn die Unterschiede zwischen essbaren und giftigen Arten sind oft nicht einfach zu bestimmen und müssen bekannt sein. Die Zuhörenden erfuhren, worauf sie achten müssen, um Verwechslungen zu vermeiden: Wie unterscheiden sich bestimmte essbare Pilze von ihren giftigen Doppelgängern? Wann sind Pilze genießbar und wann zu alt oder verdorben? Zu welcher Jahreszeit lassen sich was für Arten finden? Und nicht zuletzt: Wie viele Pilze dürfen überhaupt gesammelt werden? Zu den wichtigsten Merkmalen bei der Pilzbestimmung gehören die Farbe und Form des Pilzes, die Hutunterseite, also ob der Pilz Lamellen, Röhren, Leisten oder Stoppeln hat und die Beschaffenheit des Stiels sowie der Stielbasis. Auch der Geruch sowie das Aussehen, wenn man den Pilz aufschneidet, können entscheidend sein, da sich einige Arten bei Kontakt mit der Luft verfärben oder eine milchige Flüssigkeit austritt. 

Ein immer wiederkehrender Rat lautete, nur Pilze zu sammeln, bei denen man sich absolut sicher ist, und im Zweifel Expert:innen oder Pilzsachverständige zu Rate zu ziehen. Am Ende des Vortrags gab es praktische Tipps in Form von hilfreichen Links und Literaturempfehlungen.

Im Anschluss an die Präsentation konnte das Gelernte an etwa 30 verschiedenen, zuvor gesammelten Pilzexemplaren, erneut hervorgerufen und vertieft werden.

Der Vortrag richtete sich an alle Interessierten – egal, ob Mykolog:innen, wissenschaftlich Interessierte, Naturliebhaber:innen oder die sogenannten „Küchen-Mykolog:innen“ – für alle war etwas dabei. So konnte die hochkomplexe, aber dennoch fantastische Welt der Pilze allen Besuchenden ein Stückchen nähergebracht werden.

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Eine Vielzahl an Pilzen verschiedener Arten und an Literatur diente als Anschauungsmaterial. – Foto: Uwe Stolzenburg
Eine Vielzahl an Pilzen verschiedener Arten und an Literatur diente als Anschauungsmaterial. – Foto: Uwe Stolzenburg
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Der Vortrag motivierte die Zuhörenden, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. – Foto: Uwe Stolzenburg
Der Vortrag motivierte die Zuhörenden, Fragen zu stellen und eigene Erfahrungen einzubringen. – Foto: Uwe Stolzenburg
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Die schöne Gestaltung der artenreichen Pilzausstellung zog große Aufmerksamkeit auf sich. – Foto: Uwe Stolzenburg
Die schöne Gestaltung der artenreichen Pilzausstellung zog große Aufmerksamkeit auf sich. – Foto: Uwe Stolzenburg
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Nach der Präsentation wurden Bestimmungsmerkmale anhand echter Pilzexemplare veranschaulicht. – Foto: Uwe Stolzenburg
Nach der Präsentation wurden Bestimmungsmerkmale anhand echter Pilzexemplare veranschaulicht. – Foto: Uwe Stolzenburg



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