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Zeit der Amphibien

Feuersalamander - Foto: Hendrik Fuchs
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Feuersalamander - Foto: Hendrik Fuchs

Gerade ist wieder die alljährliche Zeit der Amphibienwanderung angebrochen, auch wenn sich dieser Tage nochmals der Winter zurückgemeldet hat. Vielerorts stehen die bekannten „Krötenzäune“ und werden von fleißigen Helfer*innen betreut. Straßen sind besonders in urbanen Räumen ein fast unüberwindbares Hindernis für die geschützten Tiere. Früh und abends werden die Zäune kontrolliert, die Tiere behutsam auf die andere Seite gebracht, wo sie weiter zu ihren Laichgewässern gelangen können. Sicher gibt es auch in Ihrer Nähe Möglichkeiten sich da einzubringen.

Aber das Problem ist viel größer als man denkt. Die Zahlen der an den Zäunen in den letzten Jahren aufgetretenen Amphibien sind rückläufig. Das liegt auch an den vergangenen extrem trockenen und heißen Jahren. Gewässer trocknen aus, die Reproduktionsrate sinkt und im nächsten Jahr sind weniger Tiere fortpflanzungsfähig. Wenn diese Situation einige Jahre anhält, können ganze Populationen zusammenbrechen. An vielen Stellen in der Landschaft gab es in früheren Zeiten Kleingewässer etwa als Viehtränke oder für private Fischzucht. Diese sind in den letzten Jahrzehnten nicht mehr gepflegt worden, sind verlandet oder wurden gar zugeschüttet. Ziel muss deshalb sein, so viele Gewässer wie möglich zu erhalten und wenn irgend möglich neue anzulegen. Selbst kleinste Tümpel in Gartenanlagen können da schon helfen. Durch die Veränderung des Klimas, mit immer wärmeren Sommern ist es unsere Aufgabe, dem Gewässerschwund in unserer Landschaft entschieden entgegenzuwirken und damit amphibisch lebenden Tierarten Lebensraum zu bieten.



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